Erfinder des Müeslis: Alles Gute zum Geburtstag, Max Bircher-Benner

Erfinder des Müeslis: Alles Gute zum Geburtstag, Max Bircher-Benner

Seit über 8 Jahren gibt es mymuesli nun in der schönen Schweiz, dem Mutterland des Müesli. Hier hat die Geschichte unseres Lieblingszmorge begonnen: Genau genommen um 1900, als dem Aargauer Arzt und Ernährungsforscher Dr. Maximilian Bircher-Benner in seinem Züricher Sanatorium seinen Gästen das ursprüngliche Birchermues gereicht hat, um ihnen einen Vollwertdiät näher zu bringen. Aufgefallen soll ihm die Alpenkost auf einer Bergwanderung sein. Wie aber konnte d’Spys, sein früher Vorgänger des Bircher-Müeslis, schon bald einen Siegeszug um die Welt antreten?

Vielleicht werden wir nie erfahren, wer das Ur-Müesli wirklich erfunden hat. Denn die Meinungen über seine Entstehung gehen weit auseinander. Hirten in den Schweizer Bergen mögen den ersten Anstoss gegeben haben, aber für uns ist klar: Bircher-Benner hat mit seiner „Apfeldiätspeise“ einen Grundstein für den Erfolg des Müeslis gelegt, auch wenn sich bei seinem Lieblingsmüesli kaum noch jemand an die Originalrezeptur hält.

Zum 149.Geburtstag des Müesli-Erfinders wollen wir das Bircher-Müesli feiern und Euch diese 6 Fakten über Bircher und seine Vollwertspeise nicht vorenthalten:

  1. Von Alpenkost inspiriert: Bircher-Benner entwickelte seine Apfeldiätspeise aus Haferflocken, Äpfeln, Nüssen, Zitronensaft und gezuckerter Kondensmilch, was Schweizer Almhirten schon seit mehr als 100 Jahren als leicht verdauliches Abendessen zu sich nahmen. Frischmilch wurde nicht genutzt, weil sie zu der Zeit noch nicht pasteurisiert wurde und daher ein hohes Tuberkuloserisiko barg.
  2. Je mehr Sonne, desto besser – fand auch Bircher und nutzte für sein “Mues” Lebensmittel, in denen viel Sonnenlicht gespeichert war. Laut seiner Sonnenlichttheorie wird der Mensch nämlich nicht durch Kalorien, sondern durch die chemische Energie der Sonne ernährt.
  3. Nervennahrung für prominente Schriftsteller: Auch bekannten Autoren wie Hermann Hesse, Rainer Maria Rilke und Thomas Mann servierte Bircher in seinem Sanatorium seine leichte Diätspeise. So wollte er seine bekannten Kurgäste von Krankheiten heilen.
  4. „An apple a day keeps the doctor away“, dachte sich Bircher und sah nicht Hafer, sondern den Apfel als wichtigste Zutat in seiner Speise. Die meisten wissen es nicht, aber 2 Stück gehören samt Schale und Kerngehäuse ins Müesli – Bircher mochte es eben etwas knackiger.
  5. Die beste Zeit für’s Müesli? Laut seinem Erfinder zum Zmorge, Abendbrot oder als ersten Gang beim Mittagessen – also eigentlich so gut wie immer, oder?
  6. Lange wurde Birchers Vollwertspeise nicht anerkannt. Erst im Zuge der 68er-Bewegung fand es endgültig Einzug in die Gesellschaft und wurde als Zmorgekost für den alternativen, ökologischen Lebensstil gefeiert.

Bist Du neugierig geworden? Hör Dir hier die ganze Geschichte des Birchermüeslis an und lass Dir erzählen, wie Du es Dir nach Bircher-Art zubereitest:

Spannend, oder? Wie Ihr seht, wird die Geschichte des Müeslis von jedem ein wenig anders erzählt. Um sie ranken sich Legenden und Anekdoten. So oder so: Bei uns in der Schweiz wurde sicherlich der Grundstein für die vielen Müesli-Variationen und damit auch für mymuesli selbst gelegt. Deshalb möchten wir uns einmal mehr verbeugen.

Wir sagen an dieser Stelle Danke und alles Gute, Max Bircher-Benner!